Sport treiben und dabei auf die Umwelt achten

Christopher Lang Christopher Lang
Geprüfte Fakten - Nils Hofmann

Menschen, die regelmäßig Sport treiben, konzentrieren sich meist auf Training, Regeneration und Ernährung. Die Auswirkungen ihres sportlichen Alltags auf die Umwelt spielen dagegen oft kaum eine Rolle. Dabei lässt sich vieles ändern.

Umweltfreundliche Sportgewohnheiten

Wasser ohne Einwegflaschen

Für den Besuch im Fitnessstudio, eine Laufrunde oder eine Fahrradtour genügt eine robuste Mehrwegflasche aus Edelstahl oder Glas. Wo Leitungswasser bedenkenlos getrunken werden kann, ist es eine gute Alternative zu abgefülltem Wasser. So lässt sich unnötiges Verpackungsmaterial vermeiden.

Eine Mehrwegflasche kann viele Jahre genutzt werden. Wer dagegen regelmäßig neue „umweltfreundliche“ Modelle kauft, verbraucht weiterhin Rohstoffe und Energie.

Sporternährung mit weniger Verpackung

Proteinshakes oder Energieriegel verursachen schnell Verpackungsmüll. Sinnvoll sind größere Packungen, Nachfüllsysteme oder recycelbare Behälter. Selbst zubereitete Snacks können ebenfalls Einwegverpackungen ersetzen. Haferflocken, Nüsse oder Trockenfrüchte lassen sich problemlos in einer wiederverwendbaren Dose mitnehmen. Beim Einkauf helfen einige einfache Fragen:

Schon wer nur einige Male pro Woche trainiert, kann auf diese Weise den Verbrauch von Verpackungsmaterial deutlich reduzieren.

Ausrüstung länger nutzen

Laufschuhe, T-Shirts, Yogamatten oder Trainingsgeräte müssen nicht jedes Mal wegen eines neuen Designs ersetzt werden. Die Herstellung von Textilien benötigt große Mengen an Rohstoffen, Wasser und Energie. Gleichzeitig entstehen dabei erhebliche Mengen an Abfall.

Sportkleidung lässt sich häufig reparieren. Nicht mehr benötigte, aber funktionsfähige Trainingsgeräte können verkauft oder gespendet werden. Für beschädigte Ausrüstung kommen je nach Material Recycling- oder Rücknahmesysteme infrage.

Bei Helmen und anderer Schutzausrüstung steht die Schutzfunktion an erster Stelle. Ihre Nutzungsdauer sollte so lang wie möglich sein, solange die Sicherheit gewährleistet bleibt.

Auch der Weg zum Training ist wichtig

Umweltbewusstes Verhalten beginnt bereits außerhalb der Umkleidekabine. Kurze Strecken lassen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Für längere Wege bieten sich öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften an.

Mit solchen Fragen beschäftigen sich zunehmend auch Umweltinitiativen im Spitzensport. Veranstalter arbeiten daran, Abfallmengen zu reduzieren, Materialien wiederzuverwenden und Transportwege effizienter zu organisieren. Bei Sportveranstaltungen kommen beispielsweise Mehrwegbecher, elektronische Tickets oder recycelbare Beschilderungen zum Einsatz.

Einfache Gewohnheiten statt radikaler Veränderungen

Umweltfreundlicher Sport verlangt keine vollständige Umstellung des Alltags. Dauerhafte Gewohnheiten sind oft sinnvoller als einzelne große Aktionen. Einfache Beispiele sind der Verzicht auf Einwegbecher, ein sorgfältiger Umgang mit Trainingskleidung und der Austausch von Sportausrüstung nur dann, wenn er wirklich notwendig ist. Kleine Veränderungen können auf lange Sicht einen spürbaren Unterschied machen.

Christopher Lang

Christopher Lang

Chefredakteur und schreibt für ProMol

Christopher Lang entwickelt die inhaltliche Ausrichtung der Website mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.

Nils Hofmann

Nils Hofmann

Chefredakteur bei ProMol

Nils Hofmann analysiert Umweltdaten, Emissionsstatistiken und Nachhaltigkeitskennzahlen.