Im Jahr 2050 soviel Energie regional und erneuerbar zu erzeugen, wie verbraucht wird, das ist die Zielsetzung von Energieautonomie Vorarlberg. Das Landesprogramm wurde 2009 per einstimmigem Landtagsbeschluss ins Leben gerufen. "101 enkeltaugliche Maßnahmen" wurden entwickelt, um bis 2020 die ersten richtungsweisenden Schritte zu setzen. Neben der Umsetzung technischer Maßnahmen steht verstärkt auch die Diskussion von Lebensstilfragen im Fokus. Deshalb unterstützt das Land Vorarlberg die Initiative Probier amol. Alle Informationen unter
Energieautonomie Vorarlberg – Gemeinsam gegen den Klimawandel
Klimawandel ist Realität
Die Klimaerwärmung ist eine Realität und macht auch bei uns nicht halt. In Bregenz ist die mittlere Jahrestemperatur in den letzten 150 Jahren um etwa 2°C gestiegen. Der Hauptgrund ist die Nutzung fossiler Energieträger, der übermäßige Energie- und Ressourcenhunger der Menschen. Besonders bei uns in den reichen Ländern. Würden alle so leben wie wir in Europa, bräuchten wir 3 Erden. Der Energie- und Ressourcenkonsum ist aber eigentlich nur ein Symptom. Die Ursache ist unser Lebens- und Wirtschaftsstil, der wenig auf langfristige Auswirkungen Rücksicht nimmt. Die Sachlage ist sehr ernst. Wenn sich der jetzige weltweite Trend fortsetzt, hätte das schon zu Ende dieses Jahrhunderts eine Aufheizung der Erde zur Folge, die sehr schlimme Konsequenzen hätte, wie Trockenperioden, Überschwemmungen, das Verschwinden von Gletschern, Hunger und vieles andere. Was wird aus unseren Kindern, wenn wir dem Klimawandel nicht entschieden begegnen?
Wir können die Klimaerwärmung begrenzen
Die Klimaerwärmung kann zwar nicht von heute auf morgen gestoppt, aber sie kann auf ein erträgliches Maß beschränkt werden. Ziel ist es, den Temperaturanstieg auf maximal 2°C zu begrenzen. Das bedeutet eine Reduktion der CO2-Emissionen bis 2050 um etwa 80%. 80% weniger ist viel. Die gute Nachricht ist aber, es geht.
Für Vorarlberg wurde im Rahmen von Energiezukunft Vorarlberg untersucht, ob so eine CO2-Reduktion möglich wäre, ob wir uns darüber hinaus mit erneuerbaren Energieträgern versorgen, also energieautonom werden könnten. Ja, das wäre bis 2050 realisierbar.
Klimaschutz ist Lebensqualität
Das ist möglich mit einer sehr hohen Lebensqualität. Wir müssen nicht zurück in das Mittelalter. Nur müssen wir gut über einige Dinge nachdenken. Praktisch alle Lebensbereiche sind davon betroffen. Wichtige Fragen dazu sind: Wie wohne ich? Wie ernähre ich mich? Wie bin ich mobil? Wie viele und welche Güter habe ich?
Die „schlechte“ Nachricht: es ist nicht leicht, wir müssen uns anstrengen.
Klimaschutz hilft andere wichtige Fragen zu lösen
Da der Klimawandel eine Auswirkung unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gewohnheiten ist, hat eine Bekämpfung nicht nur auf den Energieverbrauch einen großen Einfluss, sondern wirkt sich positiv auf viele andere wichtige Themen aus. Wie eine Verbesserung des Hungers in der Welt, Friedenssicherung (weniger Kriege um wichtige Ressourcen und gerechtere Verteilung), Artenvielfalt. Viele dieser Effekte haben die gleichen oder ähnlichen Ursachen und es ist nicht sinnvoll zu sagen, das eine ist wichtig, das andere nicht.
Soviel CO2 verursachen wir zur Zeit
Pro Kopf (vom Baby bis zum Greis) emitieren wir pro Jahr durchschnittlich rund 10 Tonnen CO2 (mit regionalen Schwankungen und je nach Bezugsgr. Eine Reduktion um 80% bedeutet einen Zielwert von rund 2 Tonnen pro Person und Jahr.
Christopher Lang
Chefredakteur und schreibt für ProMol
Christopher Lang entwickelt die inhaltliche Ausrichtung der Website mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.
Nils Hofmann
Chefredakteur bei ProMol
Nils Hofmann analysiert Umweltdaten, Emissionsstatistiken und Nachhaltigkeitskennzahlen.