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Handle für den Wandel - damit es nicht bei Absichtserklärungen bleibt

Unter dem Aufruf "Handle für den Wandel  - damit es nicht bei Absichtserklärungen bleibt" trafen sich rund 100 engagierte Akteure aus dem Alpenraum zur jährlichen Fachtagung der CIPRA im liechtensteinischen Ruggell. Im Fokus der Tagung stand das Verändern von Verhalten, weshalb wir eingeladen wurden, die Initiative Probier amol vorzustellen.

Das Auslösen von Veränderungen

Was bringt mir eine Veränderung? Diese Frage steht vor jeder allfälligen Handlung. Neben egoistischen Motiven spielen auch soziale und moralische Motive mit. So fragt man sich: Wie reagieren die anderen? Bringt mein Beitrag etwas? Doch der gute Wille alleine, ist er einmal gefasst, reicht nicht. «Wir sind alle inkonsistent», so die Schweizer Umweltpsychologin Annette Jenny. Nur etwa 15 Prozent der Menschen setzen um, was sie sich vornehmen. Hier kommt die Politik ins Spiel. «Es braucht Rahmenbedingungen, die umweltfreundliches Verhalten begünstigen und Hürden aus dem Weg räumen.» Wichtig sei auch die Erkenntnis, dass der eigene Beitrag etwas bewirke. «Die Menschen sollen sich Teil eines grossen Ganzen fühlen.»

Die Probier amol-Idee als Weg

Vor diesem Hintergrund haben wir auch die Initiative Probier amol konzipiert: das gemeinsame Erfahren im Rahmen der Experimente, die gegenseitige Bestärkung im Tun und zuerst einmal das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eingefahrene Routinen überdacht und verändert werden. Zahlreiche Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Experimenten bekräftigen diesen Zugang. Die Evaluierung im kommenden Frühjahr wird die subjektiven Eindrücke in messbaren Zahlen bestätigen.

CIPRA-Tagun
In einem klaren Rahmen gemeinsam bewusst Verhalten ändern ist die Idee von Probier amol, erklärt Wolfgang Seidel einem Tagungsteilnehmer.

 

Bildnachweise: CIPRA 2015 (Titelbild) und Energieinstitut Voralrberg